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Gedenken an die vor 80 Jahren in Weipert erschossenen Landleute

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Gedenken an die vor 80 Jahren in Weipert erschossenen Landleute

Montag, 23. Juni 2025

„Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieser kleinen Gedenkfeier. Wir sind heute hier zusammengekommen, um an die Erschießung von sieben Landsleuten aus Weipert, Pleil und Christophhammer vor genau 80 Jahren, am 24. Juni 1945 nur unweit von hier, drüben im Weiperter Ortsteil Grund, zu erinnern und der Verstorbenen zu gedenken."

Mit diesen Worten eröffnete Peter Bartl, Vorsitzender des Heimatausschusses Weipert, am 24. Juni 2025, dem 80. Jahrestag dieses schrecklichen Ereignisses, eine kleine Gedenkfeier auf dem Bärensteiner Friedhof für diese kurz nach Kriegsende sinnlos ermordeten Landsleute.

Sie waren an diesem Sonntagmorgen vor 80 Jahren zusammen mit zwei russischen Wlassow-Soldaten von einem Trupp Swoboda-Gardisten, vorbei an der Kirche und dem Bahnhof, hinunter in den Ortsteil Grund getrieben worden, wo sie in der Nähe des Katharinafelsens ihr schicksalhaftes Ende fanden.

In der Weiperter Behrbalk-Chronik von 1960 ist darüber nach Schilderung des Ereignisses auf Seite 505 in einem Schlusssatz folgendes nachzulesen: „Wie viele Weiperter infolge der Vertreibung starben, konnte nicht endgültig festgestellt werden. Für all diese sollen deshalb die Namen der sieben Erschossenen stellvertretend aufgeführt werden. Es sind dies Rudolf Bartl, Fritz Lenhard, Paul Schreiber, Rudolf Löbl und Wenzel Schaffer aus Weipert, Josef Kastl aus Pleil und Franz Kreißl aus Christophhammer."

Nach der Wende haben unsere beiden verstorbenen Heimatausschussmitglieder Karl Bartl und Edi Lauterbach, beide aus dem Weiperter Ortsteil Grund stammend, gegen anfängliche Widerstände auf dem Bärensteiner Friedhof eine kleine Gedenkstätte für die sieben Landsleute errichten lassen. Ihr trauriges Schicksal hat vor allem Karl Bartl, der am Alten Paßweg 5, nur unweit der Tatörtlichkeit sein Zuhause hatte, nie richtig losgelassen. Auch deshalb war ihm dieses Anliegen so wichtig.

Peter Bartl